Zum Inhalt springen
← Alle Formationen

Kursformationbärisch

Doppeltop

Zwei ungefähr gleich hohe Hochs mit einem Zwischentief – bestätigt erst durch dessen Bruch.

Auch geführt als: Double Top, M-Formation

Auf einer konstruierten Reihe

95100105110115Bestätigt — das Zwischentief ist gebrochen
Doppeltop, von der Bedingung auf dieser Reihe erkannt.

Datensatz: dieselbe Pivotliste, fortgesetzt bis 99chartkit v0.2.0+a6ae0acVom Detektor bestätigt: double_top (Toleranz 2)

Geometrie
Pivots h1, t1, h2 in Folge mit |h1 − h2| ≤ toleranz · h1. Der Rechenkern nimmt die Toleranz als Prozentsatz entgegen; sie entscheidet, wie viele Doppeltops es gibt.
Setzt voraus
Eine Aufwärtsbewegung, die in h1 mündet. Zwei gleich hohe Hochs mitten in einer Spanne sind der Normalzustand einer Spanne.
Vollständig ab
Mit dem Bruch des Zwischentiefs t1 – nicht mit dem zweiten Hoch. Bis dahin sind es zwei Hochs auf einer Höhe, und das ist keine Formation.
Bestätigt durch
Ein Schluss unter t1. Der Retest von unten, falls er kommt, ist die zweite Gelegenheit, nicht die Bestätigung.
Scheitert an
Ein Schluss über h1 beziehungsweise h2 – dann wurde das Niveau eben doch überschritten.
Zeitrahmen
Alle, sofern die Pivot-Tiefe zum Zeitrahmen passt. Ein Doppeltop ist eine Aussage über die gewählte Swing-Definition, nicht über den Markt allein.
Typische Fehldeutung
Zwei gleich hohe Hochs werden für die Formation gehalten. Das ist der häufigste Fehler des ganzen Katalogs: Die Figur ist sichtbar, lange bevor sie bestätigt ist, und Menschen erkennen Figuren schneller, als der Markt sie vollendet.
Trägt zusammen mit
  • Ein Widerstandsbereich auf Höhe der beiden Hochs
  • Ein höherer Zeitrahmen, der dort ebenfalls ein Niveau führt
  • Ein Volumenprofil mit einem Knoten unterhalb

Im Rechenkern

chart_patterns · src/indicator/chart_patterns.rs · v0.1.1

Das Doppeltop ist der Eintrag, an dem der wichtigste Satz des Musterstrangs hängt: Zwei ungefähr gleich hohe Hochs sind kein Doppeltop.

Die überlieferte Lehre sagt das durchaus – die populäre Kurzform lässt es weg. Was die Formation ausmacht, ist nicht die Ähnlichkeit der beiden Hochs, sondern der Bruch des Zwischentiefs. Vorher beschreibt sie einen Zustand, der sich in einer Spanne beliebig oft wiederholt.

Die beiden Abbildungen zeigen dieselbe Pivotliste, einmal bis Bar 50 und einmal bis Bar 63 abgeschnitten. Die Figur ist in beiden zu sehen. Bestätigt ist sie nur in der zweiten, und der Detektor meldet sie auch erst dort, weil das letzte Tief bis dahin kein bestätigter Wendepunkt ist.

Die Toleranz ist das zweite Thema. „Ungefähr gleich hoch” ist keine prüfbare Bedingung; prüfbar ist „höchstens x Prozent auseinander”. Bei zwei Prozent findet man wenige, bei acht viele. Eine Aussage über die Häufigkeit von Doppeltops ohne genannte Toleranz sagt nichts.