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Flagge
Ein steiler Impuls, danach ein enger Gegenkanal.
Auch geführt als: Bull Flag, Bear Flag
Ohne Abbildung. Ohne Detektor gibt es nichts, was die gezeigte Struktur bestätigen könnte – die Abbildung wäre eine gezeichnete Behauptung.
- Geometrie
- Ein Impuls („Flaggenstange"), danach eine Folge von Pivots in einem schmalen, gegen den Impuls geneigten Kanal.
- Setzt voraus
- Pflicht: der Impuls. Ohne ihn gibt es keine Flaggenstange, und ohne Flaggenstange keine Flagge – dann ist es eine schmale Spanne.
- Vollständig ab
- Mit dem Ausbruch aus dem Kanal in Richtung des Impulses.
- Bestätigt durch
- Ein Schluss jenseits der Kanalbegrenzung in Impulsrichtung.
- Scheitert an
- Ein Schluss jenseits der gegenüberliegenden Begrenzung, oder ein Rücklauf, der den Impuls weitgehend zurücknimmt.
- Zeitrahmen
- Alle, sofern der Impuls auf demselben Zeitrahmen als solcher erkennbar ist.
- Typische Fehldeutung
- Der Kanal wird ohne den Impuls betrachtet. Ein enger, leicht geneigter Kanal ist für sich genommen keine Formation; die Flagge lebt vollständig von dem, was davor kam.
- Trägt zusammen mit
- Der Impuls selbst als Maßstab
- Ein Volumenrückgang während des Kanals – sofern echtes Volumen vorliegt
Kein Detektor. Der Rechenkern prüft vier abwechselnde Wendepunkte auf Konvergenz und die Umkehrfamilie auf Niveaugleichheit. Diese Formation ist über etwas anderes definiert und fällt durch keine der beiden Prüfungen.
Eine Flagge (Flag) ist eine kurzfristige Trendfortsetzungsformation, die aus einer
dynamischen Impulsbewegung (Fahnenstange) und einer anschließenden, leicht gegen den Trend
geneigten Konsolidierungsspanne zwischen zwei parallelen Trendkanallinien besteht.
Die Definition verdeutlicht die funktionale Bedeutung des Vortrends: Ohne eine unmittelbar
vorangegangene, steile Trendstrecke stellt dieselbe Konsolidierungsgeometrie lediglich eine neutrale
Seitwärtsspanne dar.
Im Gegensatz zu konvergierenden Dreiecken oder horizontalen Pivot-Niveaus erfordert die exakte
algorithmische Erfassung einer Flagge die proportionale Kopplung der Konsolidierungsamplitude an die
Länge des vorausgegangenen Impulses.