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Regressionskanal
Ein Kanal aus einer Ausgleichsgeraden über alle Bars, nicht aus Berührungspunkten.
Auch geführt als: Linear Regression Channel, Standardfehlerkanal
Ohne Abbildung. Der Kanal entsteht aus einer Regression über alle Bars des Abschnitts, nicht aus Pivots. Ohne diese Rechnung im Bild bliebe eine Kursreihe ohne den Kanal übrig, der den Eintrag ausmacht – und die Rechnung liegt noch nicht als Abbildung vor.
- Geometrie
- Eine Ausgleichsgerade durch die Schlusskurse eines Abschnitts, parallel verschoben um ein Vielfaches der Standardabweichung der Abstände zu ihr.
- Setzt voraus
- Der Abschnitt selbst. Anfang und Ende sind gewählt, und mit ihnen ändert sich die Gerade.
- Vollständig ab
- Sofort – der Kanal existiert für jeden Abschnitt, auch für einen ohne Struktur. Das ist keine Eigenschaft der Kurse, sondern der Rechnung.
- Bestätigt durch
- Nicht anwendbar. Der Kanal ist eine Beschreibung des gewählten Abschnitts, kein Ereignis, das eintritt.
- Scheitert an
- Nicht anwendbar. Verschiebt sich das Fenster, verschiebt sich der Kanal mit – auch rückwirkend für Bars, die längst geschlossen sind.
- Zeitrahmen
- Alle.
- Typische Fehldeutung
- Der Regressionskanal wird wie ein gezeichneter Kanal behandelt. Seine Begrenzungen müssen keine einzige Bar berühren, und sie verschieben sich mit jeder neuen Bar – auch für die Vergangenheit.
- Trägt zusammen mit
- Ein Pivot-Kanal über demselben Abschnitt, dessen Begrenzungen die Kurse tatsächlich berühren
- Der ATR als zweites Maß für dieselbe Streuung
Ein Regressionskanal ist ein Kursband, das aus einer Ausgleichsgeraden über die Schlusskurse
eines gewählten Abschnitts und zwei dazu parallelen Begrenzungen besteht. Deren Abstand wird
üblicherweise als Vielfaches der Standardabweichung der Abstände zur Geraden angegeben.
Er teilt den Namen mit dem Kanal aus Pivots und ist von anderer Art. Der
Pivot-Kanal wird durch Berührungspunkte festgelegt: Jede Begrenzung liegt auf zwei Extremwerten,
und ein dritter Punkt auf derselben Geraden ist eine Beobachtung über die Kurse. Der
Regressionskanal muss keine einzige Bar berühren; seine Lage folgt aus allen Kursen des
Abschnitts zugleich.
Daraus folgen zwei Eigenschaften, die ihn von jeder anderen Formation dieses Katalogs
unterscheiden. Erstens existiert er immer: Zu jedem Abschnitt gibt es eine Ausgleichsgerade,
auch zu einem ohne erkennbare Struktur. Die übrigen Einträge beschreiben Bedingungen, die erfüllt
sein können oder nicht. Zweitens ist er nicht endgültig: Verschiebt sich das gewählte Fenster,
verschiebt sich der Kanal, und zwar auch an Stellen, die längst in der Vergangenheit liegen. Ein
Kanal, der gestern eine Bar eingeschlossen hat, kann sie heute ausschließen, ohne dass sich an
dieser Bar etwas geändert hätte.
Anfang und Ende des Abschnitts sind damit keine Nebensache, sondern die Angabe, ohne die der
Kanal nicht bestimmt ist.