- Geometrie
- Fünf Punkte X, A, B, C, D. B liegt bei 0,382 bis 0,618 von XA, D bei 0,85 bis 1,13 relativ zu XA. C retraciert AB, und CD ist eine Extension von BC – beide Spannen stehen in der Verhältnistabelle.
- Setzt voraus
- Der Impuls XA. Ohne ihn gibt es keine Strecke, auf die sich die Verhältnisse beziehen.
- Vollständig ab
- Wenn der Kurs die PRZ erreicht. Solange D eine Projektion ist, existiert das Muster nicht – es existiert ein Kandidat.
- Bestätigt durch
- Der Kurs erreicht die PRZ und wird dort zurückgewiesen: Zurückweisung, Strukturbruch in die Gegenrichtung, Rückeroberung eines Niveaus. Die PRZ allein ist eine Zone zum Hinsehen, kein Abschluss.
- Scheitert an
- Ein Schluss jenseits der PRZ. Der Kurs ist durchgelaufen – die Struktur war eine Projektion, und sie ist widerlegt.
- Zeitrahmen
- Alle – mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass auf demselben Chart gleichzeitig verschiedene Muster auf verschiedenen Swing-Ebenen korrekt sein können.
- Typische Fehldeutung
- D wird als Kurs gelesen statt als Zone, und die Zone als Signal statt als Anlass hinzusehen.
- Trägt zusammen mit
- Ein Swing-Niveau in derselben Zone
- Ein Volumenknoten
- Ein höherer Zeitrahmen mit einem Niveau an derselben Stelle
Das Shark-Muster ist eine harmonische XABCD-Chartformation, die 2011 von Scott Carney
eingeführt wurde. Im Unterschied zu klassischen Retracement-Mustern liegt Pivot C jenseits von A,
sodass die Struktur zunächst über ihren Ausgangsimpuls hinaus expandiert, bevor die Gegenbewegung
einsetzt.
Das Muster veranschaulicht die methodische Varianz harmonischer Formationen: In der Fachliteratur
werden die zulässigen Fibonacci-Verhältnisse je nach Autor unterschiedlich angegeben. Die formale
Definition prüft für die BC-Strecke eine Extension zwischen 1,130 und 1,618 und für den Zielbereich
D ein Verhältnis zwischen 0,886 und 1,130 bezogen auf die Gesamtbewegung. Abweichende
Literaturvarianten müssen daher vor einer quantitativen Überprüfung explizit abgeglichen werden.