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Kursformationrichtungsoffen

Broadening-Formation

Steigende Hochs über fallenden Tiefs – die Spanne wird weiter statt enger.

Auch geführt als: Broadening Formation, Megaphone, Expanding Triangle, Broadening Wedge

Auf einer konstruierten Reihe

90100110120130Die Spanne wird weiter statt enger — das Dreieck mit umgekehrtem Vorzeichen
Broadening-Formation, von der Bedingung auf dieser Reihe erkannt.

Datensatz: Pivotliste 114 · 106 · 122 · 98 · 130 · 90 — steigende Hochs, fallende Tiefschartkit v0.2.0+a6ae0acVom Detektor bestätigt: broadening (Toleranz 2)

Geometrie
Vier abwechselnde Pivots. Die Gerade durch die beiden Hochs steigt, die durch die beiden Tiefs fällt, und der Abstand am Ende ist größer als am Anfang. Keine der beiden ist waagerecht.
Setzt voraus
Beliebig, aber nicht unerheblich: Nach einer weit gelaufenen Bewegung beschreibt dieselbe Geometrie etwas anderes als in einer ruhigen Spanne.
Vollständig ab
Mit dem Ausbruch aus einer der beiden Begrenzungen.
Bestätigt durch
Ein Schluss jenseits der gebrochenen Geraden. Die Schwelle wandert dabei vom Kurs weg, weil die Begrenzung selbst auseinanderläuft – je später der Ausbruch, desto weiter liegt sie.
Scheitert an
Ein Rückschluss in die Formation nach einem Ausbruch.
Zeitrahmen
Auf niedrigen Zeitrahmen entsteht die Geometrie häufig aus wenigen ungewöhnlich großen Bars, ohne dass mehrere Swings dahinterstehen.
Typische Fehldeutung
Die Formation wird als „Megaphon" mit eigener Prognose gelesen. Sie beschreibt zunächst nur, dass aufeinanderfolgende Swings größer werden. Jede Ableitung daraus kommt aus dem Umfeld, nicht aus der Form.
Trägt zusammen mit
  • Eine Ausweitung, die auch der ATR zeigt
  • Ein Umfeld ohne tragendes Niveau in Reichweite

Im Rechenkern

chart_patterns · src/indicator/chart_patterns.rs · v0.1.2

Eine Broadening-Formation ist eine Kursformation, bei der aufeinanderfolgende Swings größer werden: Jedes Hoch liegt über dem vorigen, jedes Tief unter dem vorigen. Die beiden Begrenzungen laufen dadurch auseinander statt zusammen.

Geometrisch ist sie das Dreieck mit umgekehrtem Vorzeichen und wird deshalb auch aus derselben Bedingung abgeleitet: vier alternierende Pivots, zwei Geraden, ein Vergleich der Abstände an Anfang und Ende des Fensters. Nur die Richtung dieses Vergleichs unterscheidet die beiden.

Die Auswertung setzt voraus, dass beide Begrenzungen sich bewegen. Eine steigende Gerade über einer waagerechten weitet die Spanne ebenfalls, ist aber ein rechtwinkliger Fall und liest sich als umgedrehtes steigendes Dreieck; die Formalisierung schließt ihn aus, statt ihn unter demselben Namen mitzuführen.

Eine Eigenheit betrifft die Bestätigung: Bei konvergierenden Begrenzungen rückt die Ausbruchsschwelle mit der Zeit an den Kurs heran, hier entfernt sie sich von ihm. Ein später Ausbruch verlangt deshalb eine größere Bewegung als ein früher – das folgt aus der Geometrie und ist keine Eigenschaft des Marktes.