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Kursformationrichtungsoffen

Dreieck

Fallende Hochs über steigenden Tiefs – die Spanne wird enger, die Richtung bleibt offen.

Auch geführt als: Symmetrisches Dreieck, Triangle, Coil

Auf einer konstruierten Reihe

100110120Die Spanne wird enger; die Richtung steht damit noch nicht fest
Dreieck, von der Bedingung auf dieser Reihe erkannt.

Datensatz: Pivotliste 124 · 100 · 118 · 106 · 113 · 109 — fallende Hochs, steigende Tiefschartkit v0.2.0+a6ae0acVom Detektor bestätigt: triangle (Toleranz 2)

Geometrie
Vier abwechselnde Pivots. Die Gerade durch die beiden Hochs fällt, die durch die beiden Tiefs steigt, keine der beiden ist waagerecht, und der Abstand am Ende ist kleiner als am Anfang.
Setzt voraus
Ein Trend oder eine ausgelaufene Bewegung. Ein Dreieck ohne vorherige Bewegung ist eine Spanne, die enger wird.
Vollständig ab
Mit dem Ausbruch aus einer der beiden Begrenzungen.
Bestätigt durch
Ein Schluss jenseits der gebrochenen Geraden – bei geneigter Begrenzung wieder ein Wert je Zeitpunkt.
Scheitert an
Ein Rückschluss in das Dreieck nach einem Ausbruch.
Zeitrahmen
Alle.
Typische Fehldeutung
Das symmetrische Dreieck gilt als Fortsetzungsmuster und damit als bullisch im Aufwärtstrend. Es ist richtungsoffen: Welche der beiden Begrenzungen bricht, entscheidet die Bedeutung – und das steht im Dreieck nicht drin.
Trägt zusammen mit
  • Eine Kompression, die auch der ATR zeigt
  • Ein Niveau, an dem eine der Begrenzungen endet

Im Rechenkern

chart_patterns · src/indicator/chart_patterns.rs · v0.1.2

Ein Dreieck (Triangle) ist eine Konsolidierungsformation der Chartanalyse, bei der aufeinanderfolgende Swings zwischen zwei konvergierenden Begrenzungslinien komprimieren. Das Muster entzieht sich einer starren Einteilung in reine Umkehr- oder Fortsetzungsformationen: Es bildet eine temporäre Volatilitätskontraktion ab, deren Richtung erst mit dem bestätigten Ausbruch feststeht.

Die mathematische Formulierung leitet die Dreiecke, die beiden Keile und die Broadening-Formation aus derselben geometrischen Bedingung ab: vier alternierende Pivots, zwei Geraden und ein Vergleich der Abstände an Anfang und Ende des Fensters. Die Klassifikation folgt aus den Vorzeichen der Steigungen und daraus, ob eine der Geraden waagerecht verläuft:

  • Zwei fallende Begrenzungslinien definieren einen fallenden Keil,
  • zwei steigende Begrenzungslinien einen steigenden Keil,
  • eine waagerechte obere über einer steigenden unteren ein steigendes Dreieck,
  • eine waagerechte untere unter einer fallenden oberen ein fallendes Dreieck,
  • gegenläufig geneigte Linien ohne waagerechte ein symmetrisches Dreieck,
  • auseinanderlaufende Linien die Broadening-Formation.

Die Prüfung auf die waagerechte Gerade steht dabei vor der auf das symmetrische Dreieck. Die flachen Fälle sind die engeren Bedingungen; würden sie danach geprüft, erschiene ein flaches Dreieck unter dem weiteren Namen, und aus der Meldung ginge nicht hervor, ob eine waagerechte Begrenzung gefunden oder nur nicht ausgeschlossen wurde.

Die Elliott-Lehre führt unter demselben Wort eine engere Bedingung. Ein Elliott-Dreieck verlangt fünf Beine a–e; das Dreieck hier verlangt vier abwechselnde Pivots und sagt über die Zahl der Beine nichts. Dieselbe Bewegung kann die Geometrie erfüllen und drei, vier oder sieben Beine haben.