Ein Dreieck (Triangle) ist eine Konsolidierungsformation der Chartanalyse, bei der aufeinanderfolgende Swings zwischen zwei konvergierenden Begrenzungslinien komprimieren. Das Muster entzieht sich einer starren Einteilung in reine Umkehr- oder Fortsetzungsformationen: Es bildet eine temporäre Volatilitätskontraktion ab, deren Richtung erst mit dem bestätigten Ausbruch feststeht.
Die mathematische Formulierung leitet die Dreiecke, die beiden Keile und die Broadening-Formation aus derselben geometrischen Bedingung ab: vier alternierende Pivots, zwei Geraden und ein Vergleich der Abstände an Anfang und Ende des Fensters. Die Klassifikation folgt aus den Vorzeichen der Steigungen und daraus, ob eine der Geraden waagerecht verläuft:
- Zwei fallende Begrenzungslinien definieren einen fallenden Keil,
- zwei steigende Begrenzungslinien einen steigenden Keil,
- eine waagerechte obere über einer steigenden unteren ein steigendes Dreieck,
- eine waagerechte untere unter einer fallenden oberen ein fallendes Dreieck,
- gegenläufig geneigte Linien ohne waagerechte ein symmetrisches Dreieck,
- auseinanderlaufende Linien die Broadening-Formation.
Die Prüfung auf die waagerechte Gerade steht dabei vor der auf das symmetrische Dreieck. Die flachen Fälle sind die engeren Bedingungen; würden sie danach geprüft, erschiene ein flaches Dreieck unter dem weiteren Namen, und aus der Meldung ginge nicht hervor, ob eine waagerechte Begrenzung gefunden oder nur nicht ausgeschlossen wurde.
Die Elliott-Lehre führt unter demselben Wort eine engere Bedingung. Ein Elliott-Dreieck verlangt fünf Beine a–e; das Dreieck hier verlangt vier abwechselnde Pivots und sagt über die Zahl der Beine nichts. Dieselbe Bewegung kann die Geometrie erfüllen und drei, vier oder sieben Beine haben.