docht_unten ≥ 2 · körper und docht_oben ≤ 0,5 · körper und spanne_relativ ≥ 0,5, gemessen gegen den KÖRPER; dazu trendkontext ≤ −1 (in ATR über zehn Bars)
Setzt voraus
Zwingendes Kriterium: Dieselbe Geometrie nach einem Kursanstieg wird als Hanging Man klassifiziert. Die formale Definition trennt die geometrische Form strikt vom übergeordneten Trendkontext.
Vollständig ab
Mit dem Schluss der Kerze – und erst dann, wenn der Vortrend feststeht.
Bestätigt durch
Eine Folgekerze, die über dem Hoch des Hammers schließt.
Scheitert an
Ein Schluss unter dem Tief des Hammers.
Zeitrahmen
Auf höheren Zeitrahmen aussagekräftiger.
Typische Fehldeutung
Der Hammer wird an der Form allein erkannt. Ohne Vortrend ist er eine Bar mit langem unterem Docht, und die gibt es in jeder Zufallsreihe reichlich.
Ein Hammer ist eine bullische Candlestick-Formation am Ende eines Abwärtstrends, die aus einem
kleinen Kerzenkörper am oberen Ende der Handelsspanne und einem langen unteren Schatten (mindestens
doppelte Körpergröße) besteht. Dieselbe Geometrie nach einem Aufwärtstrend wird als
Hanging Man bezeichnet.
Die formale Definition trennt die geometrische Form strikt vom Trendkontext: Ein isoliert
auftretender langer unterer Schatten (hammer_shape) begründet für sich noch keine Signalwirkung.
Erst in Verbindung mit einem messbaren Abwärtstrend (trend_context, gemessen in ATR über zehn Bars)
erfolgt die Klassifikation als Hammer.
Methodisch ist der Bezugswert maßgeblich: Die klassische Hammer-Definition normiert den Schatten
gegen die Größe des Kerzenkörpers, während die Pinbar das Verhältnis zur
gesamten Handelsspanne betrachtet. Beide Definitionen erzeugen daher systematisch abweichende
Treffermengen.