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Einzelkerzebullisch

Pinbar

Ein Docht, der mehr als die halbe Spanne einnimmt, mit einem Schluss am entgegengesetzten Ende.

Auch geführt als: Kangaroo Tail

Auf einer konstruierten Reihe

108110112PinbarDocht über die halbe Spanne, Schluss am oberen Ende
Pinbar, von der Bedingung auf dieser Reihe erkannt.

Datensatz: Seitwärtsspanne, unterer Dochtanteil 0,68chartkit v0.2.0+a6ae0acVom Detektor bestätigt: bullish_pinbar

Geometrie
docht_unten ≥ 0,55 · spanne und schluss_lage ≥ 0,65 (bullisch); docht_oben ≥ 0,55 · spanne und schluss_lage ≤ 0,35 (bärisch), mit schluss_lage = (close − low) / spanne
Setzt voraus
Eine Bewegung, die auf ein Niveau zuläuft. Ohne diese Bewegung ist es eine Kerze mit langem Docht und sonst nichts.
Vollständig ab
Mit dem Schluss der Kerze – vorher ist die Dochtlänge nicht bekannt.
Bestätigt durch
Eine Folgekerze, die über dem Hoch der Pinbar schließt. Ohne sie ist die Zurückweisung eine einzelne Bar und keine Wende.
Scheitert an
Ein Schluss unter dem Tief der Pinbar.
Zeitrahmen
Auf höheren Zeitrahmen aussagekräftiger, weil dort mehr Handel in eine Kerze fällt. Auf Minutenbasis entsteht dieselbe Form regelmäßig aus Mikrostruktur.
Typische Fehldeutung
Der Docht wird gegen den Körper gemessen statt gegen die Spanne. Nach der Körper-Definition ist jede Bar mit winzigem Körper ein Treffer; nach der Spannen-Definition nicht.
Trägt zusammen mit
  • Ein Niveau, das die Bewegung zurückweist
  • Der Rand einer Handelsspanne
  • Ein bestätigter Pivot

Im Rechenkern

candle_story · src/indicator/candle_story.rs · v0.1.1

Eine Pinbar (abgeleitet von Pinocchio Bar) ist eine Candlestick-Formation, bei der ein einzelner Schatten einen überwiegenden Teil der gesamten Handelsspanne einnimmt und der Schlusskurs am entgegengesetzten Ende liegt.

Die Formation dokumentiert eine temporäre Preisabweichung mit anschließender Zurückweisung. Welche Reihenfolge die Intrabar-Bewegung nahm, ist aus der fertigen Bar jedoch nicht rekonstruierbar: Die oft unterstellte Erzählung einer kontinuierlichen Gegenreaktion ist in den OHLC-Daten nicht enthalten, wie in Was ein Chart abbildet ausgeführt.

Die mathematische Definition normiert die Schattenlänge gegen die gesamte Handelsspanne (range). Die klassische Hammer-Definition setzt den Schatten hingegen ins Verhältnis zum Kerzenkörper (body) und führt zu einer anderen Treffermenge. Eine exakte Analyse erfordert daher die explizite Spezifikation des gewählten Bezugswerts.