Eine Base-on-Base besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Konsolidierungen, deren Preisbereiche einander überlappen. Der Kurs baut also eine zweite Spanne auf der Höhe der ersten auf, statt sich zwischen beiden nennenswert nach oben abzusetzen.
Die Bedingung ist damit eine Abwesenheit: Was die Formation ausmacht, ist der Anstieg, der zwischen den beiden Spannen nicht stattgefunden hat. Zwei Konsolidierungen nacheinander gibt es in jedem Aufwärtstrend; erst dass die zweite die erste überlappt, unterscheidet sie davon.
Damit gehört der Eintrag in dieselbe Kategorie wie VCP und Ascending Base: eine Bedingung über eine Folge von Konsolidierungen statt über eine einzelne Figur. Die drei unterscheiden sich darin, was von einer zur nächsten verglichen wird – bei VCP die abnehmende Tiefe, bei der Ascending Base die steigenden Tiefs, hier die gleichbleibende Höhe.
Der Eintrag wird als aktienspezifisch geführt. In der Basisliteratur wird die Formation als Reaktion auf einen schwächeren Gesamtmarkt gelesen: Das Papier hält sein Niveau, während der Markt korrigiert, und beginnt die zweite Spanne dort, wo es die erste beendet hat. Diese Deutung setzt einen Vergleichsmarkt voraus und ist ohne ihn nicht nachvollziehbar.