Der steigende Keil ist eine der wenigen Formationen, deren Aussage der Augenschein widerspricht: Der Kurs steigt, und die Form gilt als bärisch.
Der Grund steht in der Geometrie. Beide Begrenzungen steigen, aber die untere steiler als die obere. Die Bewegung kommt voran, während der Raum, in dem sie sich bewegt, schrumpft. Das beschreibt einen Zustand, keinen Ausgang; der Ausgang steht im Ausbruch.
Wie beim Dreieck gilt: vortrend ist hier kein Zusatz. Ein steigender Keil
im Aufwärtstrend ist etwas anderes als einer, der als Gegenbewegung in einem Abwärtstrend
entsteht.
Dieselbe Form trägt in der Elliott-Lehre einen zweiten Namen: Eine Diagonale ist ein steigenden Keil mit einer zusätzlichen Bedingung – er muss aus fünf Wellen bestehen, die den Regeln des Impulses genügen. Jede Diagonale ist damit ein Keil, nicht jeder Keil eine Diagonale. Die Keilform lässt sich an den Pivots ablesen, die Wellenbedingung verlangt eine Zählung.