Ein Elliott-Dreieck ist eine Korrektur aus fünf Beinen, die mit a bis e bezeichnet werden
und zwischen zwei Begrenzungen verlaufen. Es steht in der Lehre an bestimmten Stellen – meist als
Welle 4 eines Impulses, als Welle B einer Korrektur oder als X-Welle einer
Kombination.
Fünf Beine, nicht vier Pivots
Das Dreieck des Musterkatalogs ist über vier abwechselnde Pivots und zwei konvergierende Geraden definiert. Das Elliott-Dreieck verlangt fünf Beine – also sechs Punkte, einen Ausgangspunkt und fünf Endpunkte.
Das ist kein Detail der Zählweise. Eine Kursbewegung kann die Dreiecksgeometrie erfüllen und dabei drei, vier oder sieben Beine haben; nur die fünfbeinige Fassung ist ein Elliott-Dreieck. Umgekehrt wird dieselbe Bewegung mit einer anderen Pivot-Definition in eine andere Anzahl Beine zerlegt – die Bedingung hängt damit an einer Wahl, die vor ihr getroffen wurde.
Die Rechnung
gegeben sechs abwechselnde pivots 0, a, b, c, d, e:
obere begrenzung: die extrema auf der einen seite
untere begrenzung: die extrema auf der anderen
kontrahierend: obere fällt und untere steigt # die begrenzungen laufen zusammen
expandierend: obere steigt und untere fällt # sie laufen auseinander
sonst: running oder barrier # beide in dieselbe richtungkestrel-chartkit · src/indicator/elliott.rsv0.2.0
Eingeordnet wird aus den Begrenzungen, nicht aus den Beinlängen. Eine Folge kann von Bein zu Bein kürzer werden und trotzdem beide Begrenzungen in dieselbe Richtung schicken – das ist dann kein kontrahierendes Dreieck, sondern der Running-Fall, und der Unterschied liegt genau dort, wo die Beinlängen ihn nicht zeigen.
Ausgeführt
Datensatz: Pivotliste 100 · 132 · 110 · 128 · 115 · 124 — fallende Hochs über steigenden Tiefschartkit v0.2.0+a6ae0acVom Detektor bestätigt: elliott_triangle_contracting (Toleranz 0)
Was das Dreieck über seine Stellung sagt
Nichts. Die Lehre ordnet dem Dreieck eine Position zu – vierte Welle, Welle B, X-Welle –, aber diese Zuordnung ist eine Aussage über die übergeordnete Zählung und steht nicht in den sechs Punkten der Figur.
Deshalb kennt die Formalisierung für das Dreieck keine Regelverstöße, sondern nur eine Einordnung. Das ist kein Mangel: Elliott formuliert für Dreiecke keine harten Regeln wie für den Impuls, sondern beschreibt Varianten. Wo es nichts zu verletzen gibt, sollte eine Prüfung auch keine Verstöße melden.