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Kursformationbärisch

Gerundetes Top

Eine Wende, die sich über viele Bars verteilt, statt an einem Punkt stattzufinden.

Auch geführt als: Rounding Top, Distribution Dome

Konstruiert

100110120Die Wende verteilt sich über viele Bars statt auf einen Punkt
Gerundetes Top, aus der Bedingung konstruiert.

Datensatz: Pivotliste 100 · 112 · 120 · 124 · 125 · 124 · 120 · 112 · 100chartkit v0.2.0+a6ae0acAus der Bedingung konstruiert, kein Detektor: chart_patterns kennt keine gerundete Formation — sie ist über die Abwesenheit eines Pivots definiert

Geometrie
Eine Folge von Hochs, deren Anstieg über mehrere Swings abnimmt, bei annähernd gleichbleibendem Niveau in der Mitte, gefolgt von zunehmend fallenden Hochs. Ein einzelner markanter Wendepunkt fehlt.
Setzt voraus
Ein Aufwärtstrend. Ohne ihn beschreibt dieselbe Form eine Spanne mit einer leichten Wölbung.
Vollständig ab
Erst rückblickend. Solange die Wölbung entsteht, ist nicht entscheidbar, ob sie eine Wende oder eine Pause ist – das ist die Eigenschaft der Formation, nicht ihre Schwäche.
Bestätigt durch
Ein Schluss unter dem Niveau, auf dem der Bogen begonnen hat.
Scheitert an
Ein Schluss über dem höchsten Punkt des Bogens.
Zeitrahmen
Auf Tages- und Wochenbasis. Auf niedrigen Zeitrahmen ist die Form von einer gewöhnlichen Konsolidierung nicht zu unterscheiden, weil zu wenige Swings hineinpassen.
Typische Fehldeutung
Die Formation wird während ihrer Entstehung erkannt. Der Bogen ist erst als Bogen sichtbar, wenn beide Seiten vorliegen; bis dahin ist er ein Trend, der langsamer wird.
Trägt zusammen mit
  • Ein über den Bogen hinweg abnehmender Umsatz, sofern die Reihe echten Umsatz führt
  • Ein Niveau, auf dem der Bogen beginnt und an dem er endet

Im Rechenkern

Nicht geprüft.

Ein gerundetes Top (Rounding Top) ist eine Umkehrformation, bei der ein Aufwärtstrend nicht an einem einzelnen Hoch endet, sondern über eine Reihe von Swings in einen Abwärtstrend übergeht. Die Hochs steigen zunächst langsamer, liegen dann annähernd gleich und fallen anschließend – die Verbindung der Hochs beschreibt einen Bogen.

Die Formation ist damit über das Fehlen eines Merkmals definiert: Es gibt keinen Pivot, an dem die Wende festzumachen wäre. Darin unterscheidet sie sich von jeder anderen Umkehrformation des Katalogs, deren Bedingungen alle auf benannten Extrempunkten beruhen – beim Doppeltop auf zweien, bei der Schulter-Kopf-Schulter auf fünfen.

Aus derselben Eigenschaft folgt die Einschränkung beim Zeitrahmen. Ein Bogen braucht genügend Swings, um als Bogen erkennbar zu sein; auf niedrigen Zeitrahmen liegen zwischen Anfang und Ende zu wenige, und die Form ist von einer beliebigen Konsolidierung nicht zu trennen.

Das Gegenstück nach unten ist der gerundete Boden, aus dem sich mit einer zusätzlichen Bedingung – einer kurzen Gegenbewegung am Ende – die Tasse mit Henkel ergibt.